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Das sagt Porr-Vorstandschef Karl-Heinz Strauss

Statik und Insolvenz der Fassadenfirma ausschlaggebend für Verzögerungen
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Karl-Heinz Strauss, Vorstandsvorsitzender der Porr AG wurde am 4. Dezember von der Untersuchungskommission des Wiener Gemeinderates als Zeuge befragt. Die Porr AG wurde 2012 beauftragt, den Rohbau des KH Nord auszuführen. Obwohl ÖVP, FPÖ und Neos bei der Befragung des Zeugen immer wieder versuchten Widersprüche in den Vordergrund zu stellen, unterstrich Strauss, dass seiner Wahrnehmung nach der Krankenanstaltenverbund (KAV) "gemessen an der Größe des Projekts gut aufgestellt war".

Auch herrschte auf der Baustelle kein Chaos, wie von Teilen der Opposition immer wieder gern kolportiert wurde. Vielmehr waren die Statik und die Insolvenz der Fassadenfirma ausschlaggebend für die Bauverzögerung und die damit einhergehende Kostensteigerung, so der Porr AG Vorstandschef. Der Zeuge wies auch auf mangelhafte Leistungsverzeichnisse und Baupläne hin, welche ebenso zu korrigierten Rechnungen führten.

Das "Märchen der weißen Wanne" wurde ebenso glaubhaft vom Zeugen widerlegt: Die von der Porr AG und dem Bauherr gewünschte und gebaute Stahlbeton-Konstruktion für das Fundament war und ist seiner Ansicht nach, die modernste Lösung eines solchen Baus. Etwaige Risse bei der Bauverzögerung seien normal, es könne zudem kein Wasser ins Spital-Fundament eindringen.

Bauzaunkosten in Verhandlung - keine Preisabsprachen

Auch zur Frage des Bauzauns konnte eine Klärung erfolgen: Die häufig kolportierten Kosten von 830.000 Euro stimmen nicht. Der finale Preis wird mit dem Bauherrn aktuell verhandelt. Strauss konnte jedoch feststellen, dass die Kosten definitiv unter den 830.000 Euro liegen werden. Zudem widersprach der Zeuge Vermutungen aus den Reihen der Opposition, es habe bei den Angeboten Manipulationen in Form von Preisabsprachen gegeben.

"Die Zeugeneinvernahme von Strauss zeigt erneut, wie wichtig die Untersuchungskommission des Wiener Gemeinderates ist: Die Opposition, offenbar alle Fakten ignorierend, kann ihre Märchen nicht so einfach ans Volk bringen", hält SPÖ-Fraktionsvorsitzender in der Untersuchungskommission Peter Florianschütz fest